Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass die Katze unter’s Messer muss. Ist der Eingriff überstanden, kommt es auf das richtige Verhalten nach der Operation an. Hier meine fünf Tipps für eine gute Genesung:

1. Den Tierarzt fragen

Wenn ihr euren Liebling nach der Operation abholt, fragt den Tierarzt, wann er wieder etwas fressen oder trinken darf. Auch die Medikamentengabe solltet ihr genau besprechen. Notiert euch auch eine Telefonnummer, wo ihr den Tierarzt erreichen könnt, falls sich der Zustand eurer Katze verschlechtert.

2. In der Ruhe liegt die Kraft

Die Tierschutz-Organisation Tasso empfiehlt auf ihrer Website, es zuhause auf jeden Fall ruhig angehen zu lassen. Zu viel Aufmerksamkeit ist in dieser Situation kontraproduktiv:

„Der nach der Narkose noch leicht benebelte Blick des eigenen Haustiers verleitet viele Halter dazu, den geliebten Vierbeiner pausenlos zu streicheln und ihm gut zuzusprechen. In der Hoffnung, dass das Tier das Gesagte versteht, kommt ihm so eine große Portion Aufmerksamkeit zu. Aber Obacht: Das oberste Gebot der schnellen Genesung lautet Ruhe.“

Tasso empfiehlt ein ruhiges, eventuell auch abgedunkeltes Zimmer ohne Fernseher oder andere Lärmquellen. Ihr solltet eure Katze auf jeden Fall im Auge behalten können, euch aber ansonsten wie immer verhalten. Damit signalisiert ihr eurer Mieze, dass alles im grünen Bereich ist.

3. Damit müsst ihr rechnen

Kater Elvis mit TrichterEs kommt wohl ziemlich häufig vor, dass Katzen nach einer Operation mit Vollnarkose in die Transportbox pinkeln. Nehmt am besten eine leicht zu reinigende Box aus Kunststoff und legt ein weiches Handtuch hinein. Achtet darauf, dass es eure Mieze auf dem Nachhauseweg immer schön warm hat, denn eine durchnässte Katze kann sich leicht erkälten – ich spreche da leider aus Erfahrung.

Seit Elvis bei uns lebt, ist er zwei Mal operiert worden. Beim ersten Mal wurde eine Wunde ausgeschnitten und vernäht. Der Tierarzt riet mir auch, die Katze in einem ruhigem Zimmer unterzubringen. Ich war allerdings überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass Elvis völlig verstört durch den Raum torkeln und verzweifelt versuchen würde, seinen Trichter ab zu bekommen. Dabei sprang er auch auf den Tisch und wieder herunter und es war reine Glücksache, dass er sich nicht ernsthaft verletzt hat.

Beim zweiten Mal war ich schlauer und verfrachtete Elvis nach seinem Klinikaufenthalt ins Schlafzimmer, wo es keine hohen Möbel gibt. Leider verkroch er sich diesmal unter dem Bett und legte sich mit dem frisch operierten Bauch auf den kalten, staubigen Boden. Achtet also unbedingt darauf, dass sich eure Katze nach der Operation nicht irgendwo verstecken kann.

4. Das ideale Krankenlager

Am sichersten ist ein Krankenlager auf dem Boden, auf einer dicken Schicht von Betten und Polstern. Darüber könnt ihr ein frischgewaschenes Leintuch legen. Der Patient sollte es schön warm haben, aber nicht zu heiß. Andere Tiere solltet ihr vom Krankenzimmer fern halten. Katzen reagieren manchmal aggressiv auf Gefährten, die beim Tierarzt waren – oder sie sind freundlich und lecken die frisch operierten Wunden.

5. Der leidige Schutzkragen

Ein Kragen verhindert, dass die Katze an der Wunde leckt oder sich selbst die Fäden zieht. Die meisten Katzen hassen den Trichter und manche werden davon regelrecht apathisch. Fressen und Trinken geht gerade noch, aber putzen ist mit dem Kragen unmöglich. Inzwischen gibt es verschiedene Modelle, die alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile haben. Alternativ kann ein Body übergezogen werden, das funktioniert aber nicht bei jeder OP. Wenn die „Satellitenschüssel“ unbedingt sein muss, solltet ihr ein auf jeden Fall ein durchsichtiges Modell wählen. Dann ist wenigstens die Sicht nicht eingeschränkt.

Ist eure Katze schon einmal operiert worden? Wie waren eure Erfahrungen nach der Operation? Hinterlasst mir einfach einen Kommentar!