Sind Katzen wasserscheu? Obwohl die Vorfahren unserer Hauskatzen aus der Wüste kommen und es lieber warm und trocken haben, meiden nicht alle Katzen das Wasser. Es gibt auch Ausnahmen.

Spaß beim Plantschen

„Ein tropfender Wasserhahn oder ein Katzentrinkbrunnen ist ein Spaß für viele Hauskatzen“, sagt Gerd Ludwig, Katzenexperte und Ratgeber-Autor. An heißen Tagen ist das Planschen mit der Pfote im Wasser sogar eine gute Abkühlungsmöglichkeit. Zudem kann das Spielen mit dem Katzentrinkbrunnen oder Wasserhahn die Katze zum Trinken animieren – ein positiver Nebeneffekt, da viele Katzen nicht ausreichend trinken.

In anderen Ländern gibt es sogar Samtpfoten, die das Wasser nicht fürchten, sondern sich damit sogar wohlfühlen. Beispielsweise die zu den Kleinkatzen gehörende Fischkatze Südasiens, die in Feuchtgebieten und an Seen und Flüssen lebt oder die Türkisch Van-Katze, die auch als Schwimmkatze bekannt ist und nach dem Van-See im Osten der Türkei benannt ist.

Doch auch Hauskatzen kommen mit dem nassen Element gut zurecht, erklärt Ludwig. „Wie alle wild lebenden Arten der großen Katzenfamilie sind Hauskatzen gute Schwimmer, die sich problemlos über Wasser halten können“, weiß der Katzenexperte.
Katze trinkt aus Pfütze

Baden nur, wenn’s der Tierarzt erlaubt

Allerdings springen die meisten Hauskatzen nicht ins kühle Nass, solange sie nicht unbedingt müssen. „Eine pitschnasse Katze bewegt sich nicht mehr so schnell und leichtfüßig wie sonst, was sie zum Beispiel in einer Notsituation oder auf der Flucht in Bedrängnis bringen kann“, so Ludwig. Darüber hinaus hat eine normalgewichtige Katze nicht genug Fett auf den Rippen, die sie vor der Kälte schützen kann, wenn das durchnässte Fell als Schutzfunktion ausfällt.

Bei aller Freude am Spiel mit dem Wasser sollten Katzen nicht zum Schwimmen animiert werden. „Das stößt auf wenig Gegenliebe und auch das Vollbad in der Badewanne sollte die absolute Ausnahme bleiben – in der Regel nur auf Anweisung des Tierarztes“, empfiehlt der Katzenexperte Ludwig.

Bild und Quelle: IVH