Im Jahr 2025 lebten in deutschen Haushalten insgesamt 15,7 Millionen Katzen. Das geht aus einer Statistik im Auftrag der Heimtierbranche hervor. Damit ist die Zahl der Samtpfoten um 200.000 Tiere gesunken, denn 2024 waren es noch 15,9 Millionen. Bei den Hunden ist der Rückgang noch drastischer. Was sind die Gründe?
Tiere gehören in vielen deutschen Haushalten zur Familie. Das hat sich im Jahr 2025 erneut bestätigt: Im vergangenen Jahr lebten 33,4 Millionen Katzen, Hunde, Kleinsäuger und Ziervögel in Deutschlands Haushalten. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 5.000 Haushalten. Sie wurde durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Skopos im Auftrag des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH) und des Zentralverbandes der Heimtierbranche (ZZF).
Weniger Katzen und Hunde
Sieht man sich die einzelnen Tierarten genauer an, fällt auf, dass die Zahl der Katzen und Hunde im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Waren es 2024 noch 15,9 Millionen Katzen, sank die Zahl 2025 auf 15,7 Millionen. Das ist ein Rückgang von 200.000 Tieren innerhalb eines Jahres. Bei den Hunden fällt die Bilanz noch drastischer aus: 2024 lebten 10,5 Millionen Hunde in deutschen Haushalten, 2025 waren es nur noch 10 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 500.000 Tieren.
Bei den Kleintieren dagegen gab es einen Zuwachs: Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Mäuse kamen 2025 auf eine Gesamtzahl von 4,4 Millionen Tieren. Im Vorjahr waren es 4,3 Millionen. Die Zahl der Ziervögel, wie zum Beispiel Sittiche, Kanarienvögel und Kleinpapageien wuchs 2025 von 3,2 Millionen auf 3,3 Millionen.
Zurückhaltung bei der Anschaffung
Eine Erklärung für den Rückgang bei den Katzen und Hunden ist die schlechte Wirtschaftslage. Die macht allen Beteiligten spürbar zu schaffen: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind eine Herausforderung für Unternehmen der Heimtierbranche und für die Tierhaltenden“, sagt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands der Heimtierbranche (ZZF).
Viele Menschen überlegen sich jetzt genau, ob sie noch genug Geld für eine Katze oder einen Hund haben, so der Branchenexperte Holthenrich: „Tierfreunde achten bei der Anschaffung von Tieren darauf, ob sie in der Lage sind, die Tiere lebenslang tiergerecht zu versorgen. Viele Tierfreunde haben im vergangenen Jahr eine Wiederanschaffung nach dem Tod des Tieres aufgeschoben.“
Weniger teures Zubehör
Auch beim Kauf von Zubehör macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar. Zwar liegen laut Norbert Holthenrich Premiumprodukte für eine gesunde Ernährung und Pflege im Trend, doch Tierhalter und Tierhalterinnen reagieren „sensibler auf gestiegene Preise für Heimtierprodukte und tierärztliche Versorgung“.
Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung blieb im Vergleich zu 2024 mit rund 4,3 Milliarden Euro fast unverändert (plus 0,3 Prozent). Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör hingegen entwickelte sich 2025 rückläufig, mit einem Umsatz von nicht ganz 1,1 Milliarden Euro und einem Minus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Größere Investitionen, beispielsweise in Hundezubehör, Kleintiergehege oder Vogelvolieren, wurden aufgrund der anhaltend angespannten finanziellen Lage zurückgestellt.
Hinwendung zu Kleintieren
Während die Zahl der Katzen und Hunde sank, stieg die Anzahl der Kleintiere und Vögel in deutschen Haushalten an. Es mag zynisch klingen, aber ich kann mir vorstellen, dass der Zuwachs bei diesen Tierarten ebenfalls durch die Wirtschaftslage zu erklären ist.
Wer trotz knapper Kasse ein ein Tier möchte, sieht sich jetzt vielleicht bei den günstigeren Arten um. Ein Hamster etwa ist bereits ab fünf Euro zu haben – und auch der Unterhalt ist günstiger als bei einem Hund oder einer Katze.
Tiere in deutschen Haushalten 2025
2025 lebten insgesamt 33,4 Millionen Heimtiere in deutschen Haushalten. Nach wie vor stehen die Katzen auf Platz eins der Hitliste. Hier das aktuelle Ranking:
- 15,7 Millionen Katzen
- 10,0 Millionen Hunde
- 4,4 Millionen Kleintiere
- 3,3 Millionen Ziervögel
Dazu kamen weitere Tierarten wie zum Beispiel Fische, Amphibien und Reptilien:
- 2,1 Millionen Aquarien
- 1,0 Millionen Gartenteiche mit Zierfischen
- 1,0 Millionen Terrarien
Titelbild © Iuliia Alekseeva, Grafik © IVH/ZZF

