In den Tierheimen rechnet man jetzt im Mai mit zahlreichen Neuzugängen, so der deutsche Tierschutzbund. Viele Streuner- oder Bauernhofkatzen bekommen Nachwuchs. Leider sind diese Katzen oft unerwünscht und so landen viele Kitten im Tierheim. Zum Glück – denn früher wurden “überflüssige” Kätzchen, für die man keine Abnehmer fand, einfach erschlagen oder ertränkt.

Maikätzchen sind robuster

Frühjahrskätzchen, auch Maikätzchen genannt, sind normalerweise robuster als Herbstkatzen, weil sie im Sommer unter besseren Bedingungen aufwachsen. Es ist wärmer und das Nahrungsangebot ist größer. Diese Regel gilt natürlich in erster Linie für frei lebende Katzen, die draußen Wind und Wetter ausgesetzt sind.
Maikätzchen: Katzenmutter putzt Kind

Kastration gegen Katzenelend

Die Streunerpopulationen stammen von ausgesetzen Hauskatzen und unkastrierten Freigängern aus Privathaushalten ab. Sie sind keine Menschen (mehr) gewöhnt und können deshalb nicht in ein Zuhause vermittelt werden. Viele sind krank und unterernährt. Um das Katzenelend langfristig einzudämmen, fangen Tierschützer die Streuner ein und lassen sie kastrieren. Anschließend werden sie in ihrem Heimatrevier wieder frei gelassen.

Würden alle Katzenbesitzer ihre Freigänger kastrieren lassen, würde es dieses Elend nicht geben. Tierschützer fordern deshalb eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für alle Freigänger-Katzen.

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Bild: © Fotolia, Massimo Cattaneo