Schicke Katzensachen zum Selbermachen – darum geht’s in dem Buch “Morle schnurrt”. Die rund 20 Anleitungen für Wohnaccessoires aus Stoff, Filz und Holz stammen von der Katzenliebhaberin und Bloggerin Stephanie Friedrich. Abgerundet wird das Buch durch Rezepte für Katzenleckerlis und Ideen für Upcycling und Flohmarkt-Chic.

Katzenmöbel, die zu einem modernen Einrichtungsstil passen, sind gar nicht so leicht aufzutreiben. Zwar ist das Angebot an schicken Katzensachen seit einigen Jahren gewachsen, doch stylisches Katzenzubehör kann sehr kostspielig sein.

DIY ist da eine gute Lösung: Selbstgemachte Sachen sind meist günstiger, nachhaltiger und man kann genau die Farben oder Materialien auswählen, die einem am besten gefallen. Wer sein Katzenzubehör selber bastelt, weiß außerdem genau “was drin ist”. Die Gefahr, dass giftige Farben oder andere schädliche Substanzen enthalten sind, geht gegen Null.

Die DIY-Anleitungen

In ihrem Buch “Morle schnurrt” zeigt die Bloggerin Stephanie Friedrich (ihr Blog heißt Fräulein Otten), wie man Kuschelhöhlen, Baldriankissen und andere Wohnaccessoires selbst herstellen kann. So ist das Buch eingeteilt:

  • Projekte zum Nähen
  • Projekte zum Filzen
  • Projekte aus Holz
  • Ideen für Upcycling und Flohmarkt-Chic

Morle schnurrt: WürfelturmUnter “Projekte zum Nähen” findet man Anleitungen für eine Hängematte sowie für verschiedene Kissen und Körbchen. Im Kapitel “Projekte zum Filzen” zeigt die Autorin, wie eine Kuschelhöhle und Spielzeuge aus Filz herstellt werden.

Die “Projekte aus Holz” umfassen einen Kratzbaum, ein Katzenklo, ein Würfelmodul zum Klettern und ein Kratzbrett. Außerdem gibt es Tipps in Sachen Holzlasur und Farbanstrich. Das letzte Kapitel “Ideen für Upcycling und Flohmarkt-Chic” enthält zwei Rezepte für Leckerlis und einige Anregungen, wie ihr eure Wohnung für euch und eure Miezen aufhübschen könnt.

Jeder Anleitung ist eine Übersicht vorangestellt, was an Material und Werkzeug benötigt wird. Schnittbogen können im Internet heruntergeladen werden. Die Anleitungen selbst zeigen dann Schritt für Schritt mit Foto, wie’s geht.

Abgerundet werden die Anleitungen mit Tipps von Manuela Vogt, einer Katzenexpertin und Bloggerkollegin, die ich sehr schätze.

Natürliche, katzentaugliche Materialien

Für die DIY-Projekte werden durch die Bank natürliche, katzengerechte Materialien wie Stoff, Wolle oder Holz verwendet. Besonders schön finde ich zum Beispiel die Idee, einen Kratzbaum aus einem Birkenstamm zu basteln.

Die Leckerli-Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus. Sie enthalten allerdings auch Getreide oder Süßkartoffeln, was für einen Fleischfresser nicht optimal ist. Ich persönlich finde das nicht schlimm, denn schließlich handelt es sich um Snacks, die man nur zwischendurch füttert.

Morle schnurrt: Hängematte

Wunderschöne Aufmachung

Ich selbst bin leider eine absolute DIY-Niete – und nach Mathe war Handarbeiten das schlimmste Schulfach für mich. Futterspiele aus Papprollen oder eine Wühlkiste bekomme ich gerade noch hin. Deshalb kann ich leider nicht beurteilen, wie gut die Anleitungen funktionieren.

Vom Büchermachen verstehe ich allerdings schon ein wenig und muss sagen, “Morle schnurrt” ist eine richtige Augenweide. Die Wohnaccessoires sind wunderschön in Szene gesetzt, so dass man Lust bekommt, gleich mit dem Nähen oder Basteln loszulegen. Besonders gut gefallen haben mir die zahlreichen Fotos von Katzen und Kätzchen(!), die zur Auflockerung zwischendurch eingestreut sind.

Von mir bekommt “Morle schnurt” eine klare Kaufempfehlung.

Bibliographische Angaben

Cover Morle schnurrtStephanie Friedrich
Morle schnurrt
Moderne Wohnaccessoires für Katzen selbst gemacht
LV.Buch im Landwirtschaftsverlag
148 Seiten, Hardcover, Format: 21 x 24 cm
Preis: € 18,00 (D), € 18,50 (A)
ISBN: 978-3-7843-5542-9

Weitere Katzenbuch-Rezensionen findet ihr auf der Themenseite Bücher.

*Kostenloses Rezensionsexemplar. Dafür vielen Dank!
Bild: © LV.Buch