Der Herbst ist da und Gartenbesitzer bereiten ihr grünes Reich jetzt auf den kommenden Winter vor. Jetzt ist die richtige Zeit, den Garten nicht nur winterfest, sondern auch katzen- und igelsicher zu machen.

Viele der insgesamt 14,8 Millionen Katzen in Deutschland sind Freigänger und gehen regelmäßig auf Streife. Ihr Revier umfasst meist den Garten der eigenen Halter sowie eine Reihe von Nachbargärten. Wenn die Nachbarn verantwortungsbewusst sind, können sie einiges dazu beitragen, um das Umfeld sicher für freilaufende Tiere zu machen. „Katzen sind zwar elegant und geschickt, aber es gibt Fallen, die sie nicht erkennen können“, sagt Helga Hofmann, Biologin und Autorin verschiedener Katzenratgeber.

Mit diesen Vorkehrungen können Gartenbesitzer vermeiden, dass Tiere bei ihren Streifzügen durch die Nachbarschaft zu Schaden kommen:

1. Gartenteich tierfreundlich planen

Ein Gartenteich sollte so angelegt werden, dass es mindestens eine flache Stelle mit Steinen am Ufer gibt, an der Katzen oder Igel wieder herausklettern könnten, empfiehlt Helga Hofmann. Denn allzu gern nähern sich die Tiere dem Wasser, um davon zu trinken. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Katzen durchaus in Teiche fallen können“, berichtet die Expertin. „Wenn junge Tiere spielen oder Libellen jagen, dann übersehen sie jede Gefahr.“

Auch beim ersten Frost, wenn eine leichte Eisschicht die Wasseroberfläche bedeckt, erkennen Katzen den Teich oft nicht als Gefahrenquelle. Wer Seerosen im Teich pflanzt, sollte diese nicht zu nah ans Ufer setzen und Blätter, die sich nahe des Ufers ausbreiten, herausschneiden – der vermeintliche grüne Teppich könnte neugierige Kätzchen verleiten, darauf zu hüpfen.

2. Regentonnen unbedingt abdecken

Ein sehr einfacher Beitrag zur Sicherheit von Katzen ist es, Regentonnen mit einem Deckel abzudecken. Denn: „Wenn eine Katze auf einen Baum oder ein Treppengeländer in derselben Höhe klettert, dann kann es leicht passieren, dass sie abrutscht und in eine Regentonne hineinfällt“, warnt Hofmann. „Katzen können zwar schwimmen, aber sie haben keine Chance, aus eigener Kraft aus einer nicht randvollen Regentonne herauszuspringen.“

3. Schwimmbecken mit Ausstieg versehen

Ähnliche Gefahren birgt ein Schwimmbecken im Garten, das nicht abgedeckt ist. „Jeder Pool sollte eine Ausstiegsmöglichkeit bieten“, rät die Katzenexpertin. Das können ein schräges Brett zum Herausklettern oder kleine Stufen sein, die auch ein Igel oder Eichhörnchen hochklettern kann.

4. Fenster und Türen schließen

Wer vermeiden will, dass die Nachbarskatze den Keller inspiziert, der sollte Kellerfenster schließen oder mit einem Insektengitter versehen. Achtung: Gekippte Fenster können leicht zur Todesfalle werden, wenn eine neugierige Katze ins Gebäude klettern will und im Fensterspalt steckenbleibt.

5. Kontrollblick in offene Räume

Auch Garagen oder Gartenhäuser verlocken Freigängerkatzen zu einer gründlichen Inspektion, wenn die Türen offen stehen. „Wenn ein Raum länger offen stand, dann werfe ich immer einen gründlichen Blick hinein, bevor ich die Tür schließe“, sagt die Biologin. „So vermeide ich, eine Katze versehentlich darin einzusperren, die sich ein gemütliches Eckchen zum Schlafen gesucht hat.“

6. Kein Rattengift auslegen

Rattengift versetzt nicht nur Hundebesitzer in Angst, sondern kann auch Katzen gefährden. Hofmann zufolge vergiften sich Katzen nicht nur, wenn sie ausgelegte Köder mit Beute verwechseln, sondern auch, wenn sie eine Ratte oder Maus fressen, die zuvor an Rattengift genagt hat. Im schlimmsten Fall kann das auch für die Samtpfote tödlich sein – auf jeden Fall aber führt es zu einer qualvollen Vergiftung, die innere Organe schädigt.

Quelle und Bild: IVH