Der 8. August ist der internationale Tag der Katze. Zum Weltkatzentag 2018 habe ich einige interessante Zahlen und Fakten über unsere vierbeinigen Genossen und ihre Besitzer herausgesucht. Unter anderem gehen wir dem Klischee der “Crazy Cat Lady” auf den Grund.

Seit 2002 wird jedes Jahr am 8. August wird der Weltkatzentag gefeiert. Die Ursprünge dieses Tages liegen im Dunklen, einigen Quellen zufolge soll er auf die Tierschutz-Organisation International Fund for Animal Welfare (IFAW) zurückgehen. Eines ist allerdings sicher: Die Hauskatzen werden immer mehr, so dass ihre Weltherrschaft immer wahrscheinlicher wird 😉 Elvis jedenfalls hat mein Herz längst erobert und unseren Haushalt fest unter Kontrolle.

Katzenhaltung in Deutschland

Jedes Jahr im Frühjahr geben die Branchenverbände die aktuellen Zahlen zur Heimtierhaltung bekannt. Im Jahr 2017 lebten in Deutschlands Haushalten insgesamt 13,7 Millionen Samtpfoten. Damit ist die Katze Deutschlands Haustier Nummer eins. (Zum Vergleich: Die Zahl der Hunde betrug “nur” 9,2 Millionen.) Die beliebtesten Namen für weibliche Katzen waren im letzen Jahr Lilly oder Lilli, Luna und Lucy. Bei den Katern  führten Sam bzw. Sammy, Leo und Simba die Rangliste an. Das Namens-Ranking stammt von der Tierschutz-Organisation Tasso.

Allein für Futter und Snacks gaben Katzenhalter 2017 in Deutschland insgesamt 1.583 Millionen Euro aus – und das nur im stationären Handel. Über die Online-Ausgaben liegen leider keine genauen Zahlen vor.

Doch nicht alle Katzen werden gut mit Futter und anderen Dingen versorgt: Der Deutsche Tierschutzbund schreibt auf seiner Website von 2 Millionen Straßenkatzen, die in Deutschland ein elendes Leben fristen. Diese Zahl geistert seit einigen Jahren durch die Medien, möglicherweise muss man heute bereits von einer deutlich  höheren Anzahl Steuer ausgehen.

Typische Katzenhalter: Crazy Cat Lady oder “ganz normal”?

Weiblich, ledig, etwas älter und die Wohnung voller Katzen: So sieht das gängige Bild der typischen Katzenlady aus. Dieses Bild hält sich jedoch zu Unrecht, wie eine exklusive Umfrage der AGILA Haustierversicherung unter 1.615 Katzenbesitzern zeigt. Zum Internationalen Katzentag am 8. August 2018 lautet die Wahrheit nämlich: Mit 70, 4 Prozent ist die überwiegende Mehrheit der befragten Katzenhalter verheiratet oder lebt in einer Partnerschaft. Nur etwas mehr als die Hälfte der Katzenhalter ist weiblich.

Auch haben die wenigsten Befragten die ganze Wohnung voller Katzen: 57,7 Prozent halten ihre Katze alleine, knapp ein Drittel lebt mit zwei Samtpfoten zusammen. Wirklich voll wird die Wohnung selten, denn lediglich sieben Befragte haben angegeben, dass sie zehn Katzen oder mehr haben.

Woher kommen die Katzen?

Unterschiede bestehen bei Katzenbesitzern dahingehend, auf welchem Weg sie ihre Tiere erwerben. 30,4 Prozent bekommen ihre Katze privat über Bekannte, ein Viertel (25,3 Prozent) findet den tierischen Mitbewohner im Tierheim oder Tierschutzverein. Lediglich 14,2 Prozent der befragten Halter erwerben ihre Katzen über einen zertifizierten Züchter.

Katzenhaltung in Europa

Für das Jahr 2016 habe ich eine Statistik über Katzenhaltung in Europa gefunden. Es handelt sich dabei um Schätzungen, die Zahlen sind daher mit Vorsicht zu genießen. Hier führt Russland ganz klar mit knapp 23 Millionen Tieren. Hier die zehn Länder mit den meisten Miezen:

Weltkatzentag 2018: Katzen in Europa nach Ländern

Schätzung: Katzen in Europa nach Ländern im Jahr 2016 (in 1.000 Tieren); Quelle: Statista

Weltweite Verbreitung von Katzen

Mit Ausnahme der Antarktis leben auf allen Kontinenten der Erde Katzen. In Australien und Ozeanien sind sie durch Siedler eingeführt worden. Auf der ganzen Welt leben schätzungsweise 600 Millionen Hauskatzen – Tendenz steigend.

Weltkatzentag 2018

Bild: © Lieblingskatze