Spielen? Aber sicher!

von Redaktion
Katze mit Spielangel

Spielen ist Lebensfreude. Eine Katze, die regelmäßig spielt, bleibt körperlich und geistig fit. Halter können diesen natürlichen Trieb nutzen, um die Bindung zum Tier zu stärken. Wichtig ist dabei, einige Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

Für junge Kätzchen ist das halbe Leben ein Spiel. Beim Toben, Jagen und Fangen üben sie Bewegungsabläufe, kommunizieren mit Artgenossen und sammeln Erfahrungen und Erfolgserlebnisse. Für den Halter bietet sich die Chance, die Bindung zu seiner Katze mit attraktiven Spielangeboten aufzubauen und zu vertiefen.

Auch erwachsene Katzen spielen gern

„Auch für erwachsene Katzen ist Spielen wichtig, weil es Freude bereitet und das Wohlbefinden fördert“, sagt die Tierverhaltensberaterin und Biologin Birgit Rödder. „Als körperliches Training hält es Stoffwechsel und Bewegungsapparat in Schwung. Aber auch die geistige Fitness wird dadurch erhalten.“ Selbst Katzensenioren lieben spielerische Herausforderungen und genießen ihre Erfolge, wenn sie ein Spielzeug gefangen haben. „Dabei werden im Gehirn Glückshormone ausgeschüttet“, sagt Rödder. „Spielen wirkt angstlösend und steigert das Selbstvertrauen.“ Es sei also zu empfehlen, dass sich Halter regelmäßig die Zeit nehmen, ihre Stubentiger zu einem fröhlichen Spiel zu animieren.

Katzen brauchen Erfolgserlebnisse

Junge Katzen sind anspruchslos, was die Wahl der Spielzeuge anbelangt: Sie spielen mit allem, was sich bewegt oder raschelt, da dies ihrem Beutefangverhalten entspricht. Mit zunehmendem Alter steigen die Ansprüche – manch erwachsene Katze besteht auf dem Einsatz ihres Lieblingsspielzeugs.

Katzen sind Lauerjäger und haben weniger Ausdauer als beispielsweise Hunde. Wichtig ist ihnen deshalb nicht nur das Hetzen und Fangen der Beute, sondern auch die anschließende Beschäftigung damit. „Das Spiel sollte für die Katze erfolgreich sein, sonst wird sie frustriert und wendet sich ab“, erklärt Rödder. „Sie muss das Spielzeug also oft fangen und sich damit auseinandersetzen können. Schön ist auch, wenn die Katze das Objekt der Begierde zum Schluss behalten darf.“

Sicheres Spielzeug für Katzen auswählen

Katzenspiele: Katze spielt mit BugDas richtige Spielzeug enthält keine Kleinteile, die die Katze abbeißen und verschlucken könnte. Auch Kunstfasern können für den Verdauungstrakt gefährlich werden. Dass Gegenstände, die die Katze gegebenenfalls in den Mund nimmt, keine giftigen Farben oder andere Substanzen enthalten dürfen, ist selbstverständlich.

Auch bei Papiertüten ist Vorsicht geboten, falls sich die Katze im Henkel verfängt und erschrickt. Versucht sie dann, vor der Tüte zu fliehen, besteht Unfallgefahr. Laserpointer sind hingegen Geschmackssache. „Viele Katzen finden den Punkt früher oder später einfach nur uninteressant, weil er sich nicht fangen lässt“, berichtet Rödder. „Manche Katzen fixieren sich allerdings so stark darauf, dass sie sich überanstrengen und frustriert werden.“

Wird die Jagd sehr wild, sollte der Halter vermeiden, dass die Katze gegen Möbel läuft oder von erhöhten Plätzen abstürzt. Katzen können einen Fall aus der Höhe zwar meist gut abfangen, können sich aber verletzen, wenn sie auf ein hartes oder spitzes Objekt fallen.

Anreize durch Bälle und Angeln

Ungefährlich sind Pingpongbälle und andere Bälle, solange sie von der Katze nicht angefressen werden. Zerknülltes Papier eignet sich sehr gut – die Katze darf den Fang dann auch zerrupfen. Katzenangeln sind ebenfalls beliebt und bieten der Katze viel Antrieb zur Bewegung, ohne dass es für den Menschen anstrengend wird. „Angeln und Schnüre sollten aber nicht unbeaufsichtigt bei der Katze bleiben, weil sie sich darin verheddern könnte“, mahnt Rödder zur Vorsicht.

Weitere Artikel und Spiel-Ideen findet ihr auf der Themenseite Katzenspiele.

Womit spielen eure Katzen am liebsten? Hinterlasst mir gern einen Kommentar!

Quelle: IVH, Bilder: © Lieblingskatze

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