Jetzt haben auch bei uns in Bayern die Sommerferien angefangen. Im Tierheim München hat man schon die ersten Urlaubsopfer aufgenommen. Jedes Jahr zur Urlaubszeit verlieren wieder Hunderte von Haustieren ihr Zuhause – darunter auch jede Menge Katzen. Manche entwischen einem unvorsichtigen Katzensitter und manche werden einfach ausgesetzt. Häufig sind die ausgesetzten Miezen weder gekennzeichnet noch kastriert.

Das Elend der Straßenkatzen

Werden sie nicht von Tierfreunden gefunden und im Tierheim abgegeben, droht ihnen ein elendes Schicksal als Streunerkatze. Sie fristen ihr Dasein in Hinterhöfen oder stillgelegten Industriegebäuden und kämpfen Tag für Tag ums Überleben. In Deutschland leben rund zwei Millionen Katzen auf der Straße, doch es könnten noch viel mehr werden. Eine einzelne unkastrierte Katze, die zwei Mal im Jahr drei bis sechs Junge wirft, kann rein rechnerisch innerhalb von zehn Jahren für 240 Millionen Nachkommen sorgen.

Die Katzenschutz-Kampagne vom Deutschen Tierschutzbund

Unter dem Motto “Die Straße ist grausam. Kastration harmlos.” hat der Deutsche Tierschutzbund hat jetzt eine Kampagne gestartet, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Das Ziel: Jeder Katzenhalter soll sein Tier kastrieren lassen. Vor allem dann, wenn es sich um Freigänger handelt. Wenn Katzenhalter ihre Freigängerkatzen nicht frühzeitig kastrieren lassen, können sich diese völlig unkontrolliert mit den Straßenkatzen paaren – und so die Zahl der Miezen vergrößern, die kein Zuhause haben.

Aufkleber für Fenster und Auto

Der Deutsche Tierschutzbund bietet entsprechende Katzen-Aufkleber für die Fensterscheibe oder für’s Auto an. Die Aufkleber sind kostenlos. Damit möglichst viele Menschen auf das Problem aufmerksam gemacht werden, ruft die Organisation dazu auf, Fotos des angebrachten Aufklebers mit dem Hashtag #‎KatzenHelfen auf Facebook, Twitter und Co. zu posten.

Themenseite Tierschutz

Weitere Artikel rund um das Thema “Katzen im Tierschutz” findet ihr auf der Themenseite Tierschutz.

Bild: © Deutscher Tierschutzbund