Eine ängstliche Katze eingewöhnen – 6 hilfreiche Tipps

von Bärbel
Ängstliche Katze im Versteck

Du hast eine Katze bei dir aufgenommen – doch anstatt mit dir zu schmusen und zu spielen, sitzt sie in ihrem Versteck und traut sich nicht raus? In diesem Artikel bekommst du hilfreiche Tipps, wie du eine ängstliche Katze eingewöhnen kannst. Diese Tipps haben auch bei meinem scheuen Kater Elvis gut funktioniert.

Inhaltsübersicht

Warum hat deine Katze Angst?

Anstatt schnurrend auf deinem Schoß zu sitzen, hockt deine neue Mitbewohnerin hinter der Schrankwand und traut sich nicht raus? Bitte nimm das nicht persönlich, es liegt höchstwahrscheinlich nicht an dir.

Katzen sind Gewohnheitstiere. Eine neue Umgebung, neue Menschen, neue Gerüche, vielleicht auch andere Artgenossen – all das kann einer Mieze ganz schön Angst machen. Ein Umzug in ein neues Zuhause ist für die meisten Katzen mit Stress verbunden.

Wenn deine Samtpfote aus dem Tierheim stammt, hat sie vielleicht schon schlechte Erfahrungen mit Menschen hinter sich und ist deshalb sehr furchtsam. Doch das muss nicht so bleiben. Mit etwas Geduld tauen auch scheue Stubentiger auf.

Woran erkennst du, dass eine Katze Angst hat?

Ob eine Katze Angst hat, lässt sich am Verhalten, der Körpersprache und der Mimik erkennen. Eine ängstliche Katze versteckt sich und verhält sich ruhig. Wenn sie das Versteck verlassen muss, macht sie sich klein. Dadurch wirkt sie für ihr Gegenüber weniger bedrohlich und vermeidet so einen möglichen Angriff.

Weitere Merkmale für Angst bei einer Katze:

  • Ihre Körperhaltung ist geduckt
  • Ihre Ohren sind angelegt sowie nach hinten und unten gerichtet
  • Die Augen sind weit geöffnet und die Pupillen sind groß
  • Die Schnurrhaare sind flach nach hinten angelegt

Um die Stimmung deiner Katze richtig einzuschätzen, musst du immer den Kontext, also die Gesamtsituation betrachten. So kann eine Katze zum Beispiel auch deshalb erweiterte Pupillen haben, weil gerade wenig Licht da ist. Oder sie versteckt sich, weil sie gerade einen spielerischen Angriff auf ihren Dosenöffner plant 😉.

Wie kannst du deinem ängstlichen Stubentiger nun die Scheu nehmen? Hier ein paar Verhaltensregeln, mit denen ich selbst gute Erfahrungen gemacht habe:

Tipp 1: Respektiere ihr Versteck

Die Transportbox geht auf und die Katze flüchtet ins nächstgelegene Versteck. Das ist nichts Ungewöhnliches und so war es auch bei uns. Elvis verbrachte die erste Nacht in seinem neuen Zuhause unter der Couch. Dort blieb er bis zum Abend des folgenden Tages.

Es kann durchaus mehrere Tage dauern, bis sich eine ängstliche Katze aus ihrem Versteck traut. Stelle sicher, dass sie freien Zugang zu Wasser, Futter und Katzenklo hat und lasse sie ansonsten in Ruhe. Wahrscheinlich wird sie nachts etwas fressen und die Toilette benutzen. Es ist wichtig, das Versteck unbedingt zu respektieren, denn nur hier fühlt sich das Tier einigermaßen sicher. Geht man der Katze nach und stört sie, wird sie ein anderes Versteck aufsuchen. Die Situation wird dadurch nicht besser.

Wichtig: Riskante Verstecke solltest du verbarrikadieren, bevor Du die Katze holst.

Tipp 2: Normaler Alltag – mit Einschränkungen

Als wir unseren Kater Elvis aus dem Tierheim holten, bekamen wir von der Tierpflegerin den Rat, nichts an unserer häuslichen Alltagsroutine zu ändern. So würde sich das Tier am schnellsten eingewöhnen. An diesen Rat haben wir uns im Großen und Ganzen gehalten. Den Staubsauger habe ich allerdings in der ersten Woche nicht eingeschaltet. Die meisten Katzen hassen Staubsauger und man muss den neuen Mitbewohner ja nicht gleich einer Schocktherapie unterziehen.

Tipp 3: Sprich mit deiner Katze

Eine Katze kann an der Stimme erkennen, ob man ihr wohlgesonnen ist, oder nicht. Jedes Mal, wenn du an ihrem Versteck vorbeikommst, solltest du ein bis zwei (oder auch drei) nette Sätze zu ihr sagen. Auch wenn du dir dabei vielleicht ein wenig seltsam vorkommst, es wirkt!

Tipp 4: Lächle sie an – auf Katzenart

Katzen lächeln, indem sie mit den Augen blinzeln. Wenn die Katze aus ihrem Versteck herauskommt, kannst auch du mit den Augen blinzeln. So signalisierst Du ihr, dass sie bei freundlichen Menschen gelandet ist. Vermeide ansonsten direkten Augenkontakt, denn Anstarren ist in der Katzensprache eine aggressive Handlung.

Tipp 5: Nicht anfassen

Am liebsten möchte man so ein ängstliches Fellbündel gleich auf den Arm nehmen und streicheln. Nicht machen! Um Vertrauen zu schaffen, sollte der erste Körperkontakt unbedingt von der Katze ausgehen. Warte ab, bis sie deine Nähe sucht. Auch Lärm und ruckartige Bewegungen können scheue Katzen erschrecken. Je ruhiger du es angehen lässt, desto schneller wird deine Katze „auftauen“.

Tipp 6: Gib deiner ängstlichen Katze Zeit

Das Wichtigste im Umgang mit ängstlichen Katzen ist Geduld. Nachdem Elvis unter der Couch hervorgekommen war, verbrachte er zwei Wochen lang die meiste Zeit auf der Couch – unter einer Decke. Auch mit Rückfällen musst du rechnen. Doch das Warten lohnt sich. Nachdem Elvis seine Ängste abgelegt hatte, kam ein ausgesprochen selbstbewusster Kater zum Vorschein, der genau weiß, was er will.

Dieser Beitrag wurde am 26. September 2022 überarbeitet.

Foto: © Adobe Stock / Gioia

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256 Kommentare

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Melanie 13. Juli 2020 - 16:02

Hallo Bärbel,

Ich habe seit gestern eine neue katze. Sie ist sehr ängstlich. Sie frisst und trinkt nicht ist die ganze Zeit nur in ihren versteck.
Ich würde gerne wissen was ich alles so machen kann um ihr das einfach zu machen. Ich habe noch eine Katze 5 Jahre alt die ist schon 2-3 Jahre bei mir.

Antwort
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Bärbel 13. Juli 2020 - 18:20

Hallo Melanie,

halte die ältere Katze am Anfang unbedingt von der Neuen fern. Die neue Katze sollte die Möglichkeit haben, ungestört zu fressen und das Katzenklo zu benutzen, bis sie sich eingewöhnt hat. Erst dann würde ich eine Zusammenführung versuchen.

Alles Gute 🙂
Bärbel

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Chantal 7. Oktober 2020 - 20:49

Hallo Bärbel,
wir haben seit ca 6 Wochen zwei Kätzen (12 Wochen als wir sie geholt haben) von einem Bauernhof , aber ich bin mittlerweile echt ratlos. Sie sind extrem ängstlich. Sobald man den Raum betritt in dem sie sich gerade aufhalten sind sie in Alarmstellung, ein Schritt in ihre Richtung oder manchmal nur ein Blick und sie rauschen ins nächste Versteck, da kann man auch noch so leise und behutsam sein. Man kann zwar mit ihnen Spielen aber angreifen oder streicheln ist unmöglich. Nur beim Füttern lassen sie es über sicher ergehen mal gestreichelt zu werden, aber da komm ich mir fast so vor als würd ich sie quälen. Alleine toben die beiden durchs ganze Haus und haben Spaß, auch mit reinlichkeit gibts kein Problem, aber ich weiß nicht wie ich sie an mich gewöhnen soll. Wenn man die Finger in ihre Richtung streckt richen sie kurz und hüpfen dann gleich wieder weg. Ich weiß nicht ob sich das überhaupt noch ändert. Unsere alte Katze war die absolute Schmuserin und jetzt bricht mir jedes mal fast das Herz wenn die Kleinen so panisch davon laufen.
Vielleicht hast du einen Rat.
Vielen Dank schon im Voraus!
Chantal

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Bärbel 8. Oktober 2020 - 9:36

Hallo Chantal,

wer weiß, was die beiden vorher erlebt haben. Leider gehen manche Bauern nicht gut mit ihren Katzen um. Wenn die beiden in der Prägephase gar keine oder keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, wird es schwer. Mein Rat: Fasse die beiden erst einmal überhaupt nicht an – und habe Geduld mit den beiden Kätzchen. Es kann durchaus einige Wochen dauern, bis sie Vertrauen fassen.

Liebe Grüße 🙂
Bärbel

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Timea 15. Juni 2020 - 16:44

Hallo Bärbel,

Vor 6 Tagen haben wir ein kleines Kätzchen (geschätzt 8-10 Wochen alt) unter unserem Auto in der Abdeckung vorm Haus auf der Strasse entdeckt. Ihr Miauen war nicht zu überhören. Ich habe ihr Futter hinausgelegt, welches sie angenommen hat. Sie kommt, frisst und dann geht sie wieder und wohnt noch immer in der Abdeckung unter dem Auto von uns oder von den Nachbarn.

Abends bleibe ich bei ihr draussen und beobachte sie und wir „plaudern“. Ich lasse ihr genug Abstand und warte bis sie näher kommt. Sie zeigt sich, mal traut sich überhaupt nicht oder kommt näher mal wieder nicht.

Wir haben die Nachbarschaft gebeten bevor sie mit den Autos wegfahren evtl. unten nach Katze checken. Das hat bis jetzt gut funktioniert. Wir haben trotzdem Angst, dass sie trotz Vorkehrungen mitfahren wird und wir sie verlieren.
Was können wir noch tun um mehr Vertrauen zu gewinnen, denn dieses Kätzchen hat unser Herz erobert und wir wollen sie unbedingt behalten.

Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße,
Timea

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Bärbel 16. Juni 2020 - 10:36

Hallo Timea,

schön, dass du dich kümmerst 🙂 Könnt ihr herausfinden, ob es eine Mutter und Geschwister zu dem Kätzchen gibt? Evtl. auch Zettel aufhängen oder bei Tasso nachfragen, ob jemand ein Kätzchen vermisst. Falls sich heraus stellt, dass die Kleine ganz allein unter dem Auto „wohnt“, würde ich sie zu mir nehmen. Frag mal beim örtlichen Tierschutzverein nach, wie du am besten vorgehst.

Liebe Grüße
Bärbel

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Vanessa 2. Juli 2020 - 7:31

Hei bärbel
Mein freund und ich sind relativ frisch umgezogen. Wir haben von zuhause aus 2 katzen mitgenommen. Der eine (speedy) war schon immer bei uns und drr andere (nanuk) nahmten wir mit, weil er eigendlich ein aussreisser war und sich dan nur bei uns wohl fühlte. Das hat eigendlich alles gut funktioniert. Wir dachten auch das nanuk eher probleme machen würde, aber speedy hatte sich da ganz anders gezeigt. Nun sind wir seit 1.5 monaten in dieser neuen wohnung und ich bekam dan ein telefon meiner schwiegermutter. Nanuk hatte vor ungefär 5/6 jahren mit einer dame spsse kätzchen bekommen. Eine davon (angi) kam dan zum schwiegervater, der schwester meines freundes. Nun liegt er im sterben und sie wollten die arme angi einschläfern. Was min bei angi auffällt das sie sehr ängstlich ist und ich glaube auch gewallt und vernachlässigung erlitten hat. Vom vorbesitzer weiss ich, das er schwerer alkoholiker war, s angi zuletz 4 wochen alleine zuhause im dunkeln und szinkigen war, die ex von dem herrn ging füttern aber sonst nichts. Angi musste vieles erleben wie auch das sie ihr partnerkater gehen lassen mussten und zusah wie der besitzer zuhause zusammengebrochen ist ect. Also steht sie volö unter schock und wirkt arg agressiv. Votallem mir mehr als meinem partner gegenüber. Momentan bekommt sie CBD tropfen und augeben werde ich nicht so schnell. Jedoch, was könnte man sonst noch machen. Mit speedy und nukeli seinem vater kann sie im moment noch nichts angangen. Merken die das eigendlich das sie vater und tochter sind? Bek nanuk kann ichs mir vorstellen da angi gleich wie ihr bruder aussieht und auch mit nanuk aufwuchs bis jetzt.

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Bärbel 2. Juli 2020 - 20:59

Hallo Vanessa,

puh, die arme Angie hat einiges durchgemacht. Eines vorweg: Eine Katze einschläfern lassen, weil sie Probleme macht, ist in Deutschland verboten. Aber nun hast du sie ja zu dir genommen 🙂 An deiner Stelle würde ich sie erst einmal absolut in Ruhe lassen und ihr sehr viel Zeit zum Eingewöhnen geben. Sorge dafür, dass alle Katzen genügend Rückzugsmöglichkeiten haben (Höhlen etc.) Versteht sie sich denn mit den anderen beiden Katzen? Falls nicht, ist es auch keine Schande, ein anderes Zuhause für sie zu suchen. Notfalls ins Tierheim geben, denn alles ist besser als die Zustände, unter denen sie bis jetzt leben musste. Aber erst einmal würde ich ihr eine Chance geben. Ich hoffe mal, alle Katzen sind kastriert? Sonst solltet ihr das dringend nachholen. Bitte gib ihr auch keine Medikamente oder Hausmittelchen (CBD) ohne Absprache mit dem Tierarzt. Medikamente wirken auf Tiere oft ganz anders als auf Menschen, das kann schnell gefährlich werden.

Alles Gute 🙂
Bärbel

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Jacqueline 27. April 2020 - 15:37

Liebe Bärbel,
wir haben seit 11 Tagen eine Katze aus dem Tierheim bei uns. Ich habe über ein halbes Jahr vorsichtig abgewägt, ob ich dafür bereit bin und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass ich und mein Partner das hinbekommen. Schließlich hatte ich schon zwei Katzen in der Familie, die ich hauptsächlich versorgt habe. Maya ist vier Jahre alt und hatte wohl keine allzu guten Vorhalter. (Das Wort „Messie Haushalt“ wurde fallen gelassen, aber nicht näher erklärt) Uns wurde Maya als sehr ängstlich beschrieben, wir sollten ihr ganz viel Zeit und Raum geben. Das haben wir auch gemacht, sie hatte ein ruhiges Zimmer für sich alleine. Futter, Wasser im anderen Eck und nochmal in einer anderen Ecke ihr Klo, dazu natürlich ihre Kuschelhöhle zum Verstecken. Alle paar Stunden setzte ich mich zu ihr und redete ihr sanft zu, sie kam auch manchmal raus und schmuste sich an meine Hand. Am zweiten Abend kam sie dann schon auf Entdeckungstour und erkundete neugierig uns und ihre neue Wohnung. Seitdem ist sie sehr zutraulich und wirkte sehr zufrieden. Ab und zu, bei einer falschen Bewegung, merkte man, dass sie getriggert wird: Sie fauchte und grohnte laut. Schon leicht beängstigend, aber man musste dann das Zimmer für zehn Minuten verlassen, danach war alles wie vorher. Nun hatten wir am Samstag einen schlimmen Vorfall: Nach dem Schmusen verhädderte sich Maya im Griff einer Papiertüte (lag nicht eng an, aber der Schrecken) und flippte komplett aus. Fuchsteufelswild rannte sie umher, riss dabei den Rest der Tüte ab und verharrte ängstlich mit dem Griff um den Hals. Man konnte nicht auf sie zugehen, auch mit ruhigem Sprechen und vorsichtigen Annäherungsversuchen nicht. Sie fauchte nicht nur, sie kreischte richtig und ich dachte, sie springt mir gleich an die Gurgel. Leider hatte ich sehr Angst vor ihr, was die Situation auch nicht entschärft hat. Stunden später schaffte es mein Freund mit einer mords Geduld und ohne Angst, ihr das „Halsband“ ganz ohne weiteres Trauma abzunehmen. Anfangs war sie noch sehr verstört, fauchte uns ständig an und mochte uns gar nicht. Inzwischen tigert sie schon wieder umher, putzt sich genüsslich, rollt sich auf ihrem erhöhten Liegeort ein und schläft. Nur uns faucht sie ständig an, sie kommt inzwischen auch aktiv auf uns zu, wenn wir beispielsweise auf dem Sofa sitzen und nichts tun, und faucht uns an. Da kann man ihr auch schlecht aus dem Weg gehen und ich weiß nicht, was sie damit bezwecken will. Ist sie verunsichert, sucht unsere Nähe und ist dann doch wieder verschreckt? Mich nimmt das Ganze sehr mit. Einerseits tut es mir so Leid, dass das alles passiert ist, nachdem sie sich so gut eingewöhnt hat, auf der anderen Seite fühle ich mich gerade in meiner eigenen Wohnung unwohl, weil Maya ihre Unsicherheit/Ängste irgendwie in aggressives Verhalten kanalisiert… Hast du vielleicht einen Tipp im Umgang mit ihr? PS: Aktuell frisst sie fast nur, wenn wir anwesend sind. (auch wenn sie uns davor und/oder danach anfaucht….)

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Bärbel 28. April 2020 - 10:36

Hallo Jacqueline,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu der neuen Mitbewohnerin 🙂

Bitte gebt auf keinen Fall auf, denn elf Tage sind bei einer ängstlichen Katze überhaupt keine lange Zeit. Die Eingewöhnung kann Monate dauern. Elvis hat zum Beispiel nach Jahren noch Fortschritte gemacht. Solche Zwischenfälle wie der mit der Tüte passieren. Mach dir da bitte keine Vorwürfe. Ich oute mich mal: Ich habe Elvis versehentlich auf den Balkon ausgesperrt. Im Winter! Zum Glück waren es nur wenige Minuten, aber was den Balkon angeht, ist Elvis immer noch sehr vorsichtig.

Ganz wichtiger Tipp: Schneidet bei allen Tüten, an die Maya rankommen könnte, die Henkel durch. Das gilt auch für Katzenstreu-Tüten.

Alles Gute und liebe Grüße
Bärbel

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Jessica 3. März 2020 - 8:40

Hallo Bärbel,
ich bin auf deine Seite gestoßen, weil ich im Netz nach Hilfestellung gesucht habe für das eingewöhnen einer Katze.

Die Situation ist folgende:
Ich musste mich schweren Herzens von meiner jüngsten Katze (Luna, 6 Jahre trennen), weil sie und meine älteste einfach nicht mehr miteinander auskamen. Von anfänglichen Gefauche wurde es dann schließlich blutig.
In meinem Ort habe ich dann über Facebook eine nette Familie gefunden, die sie aufgenommen hat. Letzten Samstag erfolgte also die „Abgabe“.
Luna ist bei mir Zuhause bei Besuch schon immer sehr schüchtern gewesen, aber sonst immer sehr schmusig, gesprächig und verspielt, hat gut gefressen und getrunken.
Ihre neue Familie und ich machen uns nun etwas Sorgen, da sie seit Samstag nicht mehr frisst. Dass Katzen 2, 3 Tage unter diesen Umständen nicht fressen, ist mir bekannt und habe ich denen auch mitgeteilt. Sie ist gut genährt, daher mache ich mir bei ein paar Tagen Futterstreik eigentlich keine so großen Sorgen, dennoch frage ich mich wie wir weitermachen sollen, wenn sie weiterhin das Fressen verweigert.
Ich habe der Familie gesagt, dass sie ihr Zeit lassen müssen ihre neue Umgebung wahrzunehmen und sie nicht bedrängen sollen, vor allem weil ich bis dato mit meinen beiden Katzen alleine war und die Familie nun 4 Köpfe hat. Leider bekam ich noch am gleichen Abend per Handy eine Nachricht samt Bild, wo Luna in ihrem Körbchen (das ich von Zuhause mitgeben habe) mit allen auf dem Sofa lag.
Zuerst dachte ich, dass es eigentlich ein gutes Zeichen ist, dass sie nicht weggelaufen ist, aber gleichzeitig frage ich mich, ob es nicht zu viel war, da sie dennoch nicht aus ihrem Versteck kommt.
Es ist ja auch erst ein paar Tage her und sie wird auch weiterhin Zeit brauchen, aber ich will lieber vorher schon vorbereitet sein, da ich noch nie in solche eine Situation war eine Katze abgeben zu müssen und der Familie natürlich bei Fragen zur Seite stehen möchte, da sie bis dato noch keine Katzen hatten.
Gibt es noch irgendwelche Ratschläge, die wir befolgen können, um ihr die Umgewöhnung zu erleichtern? Oder sollte ich nochmal darauf hinweisen, dass sie sie momentan nur in Ruhe lassen sollen (nur reden nicht anfassen)?
Katzenklo und Futter hatten wir so gestellt, dass es für sie leicht erreichbar ist. Von ihrer neuen Familie bekommt sie auch das gleiche Futter wie bei mir, daran wollen sie auch nicht schrauben. Genauso verhält es sich mit dem Streu.

Im Notfall hole ich sie natürlich nach Hause zurück, aber da sich die beiden Katzen einfach nicht verstehen, weiß ich dann, was bei mir wieder los sein wird und das möchte ich für die beiden Tiere eigentlich auch nicht. Diese Option soll auch wirklich nur die aller letzte sein und ich hatte schon im Vorgespräch, bevor ich Luna hingebracht habe, erwähnt dass man ihr 2-4 Wochen Zeit lassen sollte.

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Bärbel 3. März 2020 - 9:40

Hallo Jessica,

erst einmal Hut ab, diese Entscheidung war sicher nicht einfach 🙂

Wenn Luna weiterhin nicht frisst, sollte sie unbedingt zum Tierarzt – das kann sonst gefährlich werden, auch wenn sie gut genährt ist. Ansonsten sollte man sie in Ruhe lassen, wobei ich auch finde, dass es ein gutes Zeichen ist, wenn sie sich zu der Familie aufs Sofa traut. Wenn ihr das zu unheimlich gewesen wäre, wäre sie dort nicht geblieben.

Alles Gute und liebe Grüße
Bärbel

PS: Bei Elvis hat das auch sehr geschwankt mit der Angst: Er hat sich herausgewagt, und wenn es ihm zu viel wurde, hat er sich wieder zurückgezogen.

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Ezda 11. Februar 2020 - 17:40

Hallo meine BKH Katze ist ungefâhr 8 Wochen alt. Habe sie seid 4 Tagen sie geht meistens unter unser Hochbett kommt dort auch eine Zeit nicht raus. Versuche sie meistens mit spielsachen zu verlocken klaptt ab und zu Mir ist bewusst das sie sich erstmal gewöhnen muss. Aber was mich interessiert soll ich sie einfach nur in Ruhe lassen oder etwas dagegen machen? Wenn ich sie in Ruhe lassen soll wird sie sich auch so trozdem an uns gewöhnen? Gewöhnt hat sie sich zurzeit sogar sehr gut halt ausser das sie sich unter sachen versteckt immer wieder

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ILKKAN 14. Januar 2020 - 9:25

Hallo Bärbel,

ich habe vor 8 Tagen eine 9 Wochen alte BKH bekommen.
Sie ist sehr verspielt, also wir haben schon einige Spielsachen mit denen wir uns vergnügen und die Zeit miteinander verbringen.
Sie schläft ab und zu auf der Couch, hat auch einen Kratzbaum mit einer Höhle (worin sie sogar gestern geschlafen hat.).
Nur habe ich das Gefühl, dass Sie manchmal aus Angst hinter die Couch rennt und dort dann schlafen möchte. Wobei ich noch extra erwähnen muss, wenn sie dort ist, klettert sie auch ab und zu hoch und spielt mit uns das „verstecken Spiel“.
Kann es sein, dass sie sich dort einfach wohl fühlt weil es ruhiger und dunkel ist, hast du da einen Tipp wie ich es angehen sollte vielleicht?

Danke für deine Hilfe und für deinen Beitrag.

Mit freundlichen Grüßen,
Ilkkan

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Bärbel 14. Januar 2020 - 10:59

Hallo Ilkkan,

Katzenkinder wählen oft die ungewöhnlichsten Orte, um sich zu verstecken. Also alles im grünen Bereich 🙂

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis für alle, die hier mitlesen: Bei Ilkkan ist die Sache ja nun gelaufen, aber eigentlich sollten Kätzchen bis zu einem Alter von 12 Wochen bei ihrer Mutter bleiben. Auch wenn sie mit 9 Wochen schon vieles können, haben sie noch einiges von ihrer Mutter zu lernen.

Liebe Grüße
Bärbel

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ILKKAN 14. Januar 2020 - 11:17

Super, Danke für den Tipp!

Ich weiß, wir wollten sie unbedingt mit 12 Wochen holen, jedoch ging das seitens der privaten Züchterin nicht aus, wegen Umzug & Co, deswegen waren wir verpflichtet.

Bezüglich der Thematik die ich geschrieben hatte:
Unsere Angst war halt, dass der Boden evt. kalt ist und gesundheitlich nicht gut wäre, deswegen.

Aber Danke für deine Hilfe bzw. deinen Tipp.

LG,
Ilkkan

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Bärbel 14. Januar 2020 - 13:49

Ok, wenn der Boden dort kalt ist, würde ich sicherheitshalber eine kleine Decke oder ein Handtuch hinlegen 🙂 (Wenn sie länger dort liegt. Ein paar Minuten geht das schon)

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Ilkkan 14. Januar 2020 - 20:16

Eine letzte Frage habe ich noch:

Es handelt sich dabei um eine weibliche BKH.

Uns ist aufgefallen, dass sie nach dem großen Geschäft ihren Po noch relativ schmutzig hat und ab und zu dann am Boden schlürft.

Waren auch schon beim Arzt eine Kontrolle ihres Kots abgeben (3 Tage), sind Keimfrei und clean.

Mit freundlichen Grüßen,
Ilkkan

Antwort
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Bärbel 16. Januar 2020 - 9:39

Hi Ilkkan,

normal ist das nicht. Du solltest unbedingt beim Tierarzt noch einmal nachfragen, was das sein könnte.

Liebe Grüße
Bärbel

Antwort
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